Mey Seifan

Mey Seifan beschäftigt sich seit einigen Jahren mit den Möglichkeiten, Proteste physisch
auszudrücken – also Körper und Protest in einen Dialog treten zu lassen. Sie
erforscht die bewusste und unbewusste Ebene sowie den möglichen Raum
dazwischen. 2011 rief sie das „Syrian Dreams Projekt“ ins Leben, in dem sie Träume
syrischer Bürger aus der Revolutionszeit archiviert. Seitdem basieren ihre Projekte
auf diesem Archiv und den Fragen, die sich daran anschließen.
Zudem entwickelt sie ihr eigenes Performancekonzept, das auf Feldstudien,
akademisch-künstlerischen Studien zu den Themen „Traum, Luzider Traum
und Traum nach Trauma“ basiert. Dieses Konzept setzte sie in ihrer Trilogie
Zerstörung für Anfänger“ sowie in der Performance-Installation „Siesta“ um.
Die syrische Choreographin absolvierte nach langjähriger Ballettausbildung in
Damaskus ein Tanzstudium an der Frankfurter Hochschule für Darstellende Kunst.
Danach arbeitete sie sowohl in Deutschland, als auch in Syrien, wo sie die Company
TANWEEN gründete und die „Damascus Contemporary Dance Platform“ im
Opernhaus Damaskus ins Leben rief. Zurzeit beendet sie ihr Masterstudium der
Theaterwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie hat neben
ihren pädagogischen Tätigkeiten eine langjährige Erfahrung im Bereich des Kulturmanagement
und leitete einige internationale Projekte, unter anderem am Goethe
Institut Damaskus.
Seit 2011 lebt sie wieder in Deutschland und pendelt zwischen München und Berlin.